Tansania - Mehr als nur Sansibar

Tansania2018-11-07T18:07:52+00:00

Im Osten Afrikas kannst du Tansania finden. Neben anderen afrikanischen Reisezielen wie Südafrika, Ägypten oder Tunesien geht dieses Land oft unter.

Hier erfährst du was dich in Tansania erwarten wird und wieso es auf jeden Fall eine Reise wert ist!

Visum

Als Deutscher benötigst du für die Einreise ein Visum. Dieses kannst du im Vorfeld bei der Botschaft von Tansania in Berlin beantragen. Es ist aber auch möglich dieses bei der Einreise zu erhalten. Hierfür wird eine Gebühr in Höhe von 50 USD fällig. Die Gebühr solltest du passend bezahlen können. Als ich im März 2018 in Dar es Salaam angekommen bin, konnte man ebenfalls 50 Euro dafür bezahlen sowie eine Kreditkarte verwenden. Aber darauf würde ich nicht bauen. Mit ein paar Dollarnoten in der Tasche bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite!

Ein normales Visum ist ab Ausstellungsdatum drei Monate und für eine einmalige Einreise gültig.

Genauere Infos erhältst du auf der Seite des Auswärtigen Amts bzw. auf der Seite der tansanischen Botschaft.

Deine Reiselust | Tansania Fakten

Medizinische Besonderheiten

Wenn du von Deutschland aus nach Tansania reist, benötigst du keine Gelbfieberimpfung. Diese ist auch nicht nötig, wenn du über ein Gelbfieber-Endemiegebiet eingereist bist, dort den Flughafen nicht verlassen hast und dein Aufenthalt weniger als 12 Stunden beträgt (z.B. Addis Abeba, Nairobi). Wenn du jedoch zuvor in einem Nachbarland warst, kann der Nachweis der Gelbfieberimpfung verlangt werden.

Oft heißt es, dass für die Einreise nach Sansibar eine Gelbfieberimpfung benötigt wird. Ich wurde bei der Einreise im April 2018 lediglich nach meiner Nationalität gefragt. Ob ich zuvor in einem Endemiegebiet war wurde nicht überprüft.

In der am 10. Januar 2018 vom Revolutionary Government of Zanzibar – Ministry of Health erlassenen Stellungnahme heißt es, dass Europäer keine Gelbfieberimpfung benötigen, sofern sie sich nicht zuvor in einem Endemiegebiet aufgehalten haben. Du findest das PDF-Dokument auf der Seite des Auswärtigen Amts – Medizinische Hinweise – Gelbfieberimpfung.

Sprache

Auch wenn die Amtssprache Swahili (Kisuaheli) ist, so kommst du in den meisten Fällen mit Englisch gut zurecht. Vor allem wenn du dich in Touristengegenden aufhältst sprechen die Menschen sehr gutes Englisch. Dennoch ist es für die Einwohner Tansanias eine Fremdsprache.

In Tansania leben um die 130 verschiedene Stämme, daher ist die Vielfalt an gesprochenen Sprachen ebenfalls groß. Zu Hause wird meist die Stammessprache gesprochen, in der Grundschule erfolgt der Unterricht ausschließlich auf Swahili, während die Unterrichtssprache in der weiterführenden Schule Englisch ist. Wer es sich leisten kann, schickt sein Kind auf eine Privatschule. Der Unterricht ist nicht nur besser, sondern die Kinder lernen von kleinauf Englisch. Ehen zwischen verschiedenen Stämmen sind keine Seltenheit, sodass die Familiensprache dann Swahili ist.

Auch wenn du mit Englisch gut zurecht kommen wirst, solltest du ein paar Wörter Swahili lernen. Die Menschen werden dir gerne die gängigen Floskeln beibringen. Es kann aber nicht schaden, noch ein paar Wörter darüber hinaus zu kennen. Beispielsweise beim Verhandeln von Preisen machte es sich immer gut, wenn ich manche Aussagen auf Swahili sagen konnte.

Geschichte

Vor einer Reise nach Tansania ist es gut, sich wenigstens ganz kurz mit der Geschichte auseinanderzusetzen, denn du wirst immer wieder damit konfrontiert werden.

Eigentlich beginnt die Geschichte Tansanias erst 1964. Wie kann das sein?

Nun, zuvor waren Tanganjika (Festland und Insel Mafia) sowie Sansibar (bestehend aus den Inseln Pemba und Unguja) separate Staaten. Gerade auf Sansibar ist der Wunsch nach einer erneuten Unabhängigkeit groß und wenn du die Fähre von Dar es Salaam nach Stone Town nimmst, wirst du dich erneut mit den Einreiseformalien auseinandersetzen müssen.

Was geschah vor der Vereinigung?

Tansanias Lage war vor allem für Seefahrer und Kaufleute relevant. Daher ließen sich Araber, Perser, aber auch Portugiesen hier nieder. Genauso kannst du oft indischstämmigen Tansaniern begegnen. Aber auch die Deutschen hatten Interesse an Tansania, welches zusammen mit Burundi, Ruanda sowie einem kleinen Teil Mosambiks das Gebiet Deutsch-Ostafrika bildete. Den Deutschen Einfluss kannst du noch heute erkennen, zum Beispiel in Tanga oder Bagamoyo .

Nach dem 1. Weltkrieg hatte Deutschland aufgrund des Versailler Vertrags alle Kolonien abzugeben und das Gebiet Deutsch-Ostafrika wurde zwischen Belgien und Großbritannien aufgeteilt, wobei Großbritannien Tanganjika erhielt.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde Tanganjika langsam unabhängiger und am 9. Dezember 1961 wurde unter dem späteren Präsidenten Julius Nyerere die vollständige Unabhängigkeit erreicht. Die britische Herrschaft blieb auf Sansibar hingegen bis 1963 bestehen. Der Präsident der „Volksrepublik Sansibar und Pemba“ begann mit den Verhandlungen über einen Zusammenschluss mit Tanganyika, welcher im Jahr 1964 erfolgte. Der Name „Vereinigte Republik Tansania“ leitet sich aus Tansania (TAN), Sansibar (SAN) und Azania (IA) ab. Azania bezeichnet verschiedene afrikanische Gegenden.

Buchempfehlungen

Wenn du mehr als nur Infos über Sehenswürdigkeiten möchtest, bist du bei Reise Know-How KulturSchock Tansania* an der richtigen Adresse. Du erhältst erste Einblicke in die Geschichte, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft. Meiner Meinung nach setzt die Autorin hin und wieder europäische Maßstäbe an. Wenn du dich davon nicht stören lässt, bereitet dich dieses Buch gut auf deine Reise vor und du wirst in Tansania immer wieder merken, dass dir manche Gegebenheiten bekannt vorkommen.

Der Lonely Planet Reiseführer* war mein ständiger Begleiter in Tansania. Bei Reisempfehlungen konnte ich gleich nachschlagen und die Karten erleichterten die Anpassung des Reiseverlaufs. Neben Informationen zu Unterkünften, Restaurants und Internetcafés führt Lonely Planet auch an die Kultur heran und gibt Informationen zu den Transportmöglichkeiten – sogar zur Grenzüberquerung in die Nachbarländer! – und dient als Sprachführer.

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