Meine „große Afrikareise“ 2018 startete ich in Tansania. Für meinen Geschmack war mein 1. Tag dort etwas zu aufregend. 😀 Aber der Reihe nach… 😉

Mein ursprünglicher Plan war eine Safari in der Serengeti zu machen. Je länger ich mich damit beschäftigte umso überzeugter war ich, dass ich mir dieses Abenteuer leider nicht leisten will. Also hatte ich einen Flug von Frankfurt über Istanbul nach Daressalam gebucht. Recht spontan hatte ich mich dann doch entschieden, dass ich eine mehrtätige Safari in Tansania machen möchte – deshalb wollte ich ja schließlich nach Tansania! Also hatte ich dann noch einen Flug von Daressalam nach Arusha gebucht. Natürlich war die Anreise so umständlicher als notwendig. Ich musste nämlich in Daressalam mein Gepäck suchen, erneut aufgeben und einige Stunden bis zum nächsten Flug vertreiben.

Abholung vom Flughafen

Natürlich war ich nach der langen Reise müde, vor allem weil ich erst kurz vor knapp mit dem Packen fertig wurde, upsi. Ich hatte eine mehrtägige Safari gebucht. In dem Paket war auch das Hotel vor und nach der Safari sowie der Transport vom Flughafen inklusive. Der Reiseanbieter war über meine Ankunftszeit informiert und deshalb sollte eigentlich alles problemlos klappen. Eigentlich… Denn scheinbar ist mein Flugzeug ein paar Minuten früher angekommen und mein Fahrer war noch nicht da. Im Flughafen in Daressalam hatte ich eine junge Frau kennengelernt und mich bei der Ankunft in Arusha angeregt  mit ihr unterhalten. Deshalb fiel mir nicht auf, dass ich etwas zu früh dran war.

Vor dem Flughafen warteten bereits einige Taxen und ich suchte nach meiner Mitfahrgelegenheit. Ein freundlicher Mann fragte mich nach wem ich suche und leitete mich dann zu dem entsprechenden Taxi. Ich dachte ja, dass mich jemand mit einem Schild wie in den ganzen Hollywood-Filmen abholen würde. Aber hey, das ist Afrika. Hauptsache ich habe mein Taxi und komme gut im Hotel an! Jedoch verlief die Fahrt nicht wie erhofft… Wie geschrieben, war die Fahrt im Paketpreis inkludiert. Als dann der Fahrer meinte, dass ich einen bestimmten Betrag bezahlen müsste, eine Quittung kriege und dann vom Hotel das Geld zurückerhalte, war ich sehr verunsichert. Vor allem auch weil der Taxifahrer zwischenzeitlich kurz angehalten und sich mit einem anderen Mann auf Swahili unterhalten hatte. Beide redeten auf mich ein und versuchten mich zu überzeugen, dass ich den Taxifahrer bezahle. Ich blieb hartnäckig und wollte dies im Hotel regeln. Die weitere Fahrt war natürlich sehr unangenehm.

Ankunft im Hotel

Am Hotel angekommen bestand ich darauf, dass der Fahrer da bleibt, damit ich das im Hotel klären kann. Ich hatte die ganze Zeit Angst, dass er mit meinem Gepäck weg fahren könnte. Aber abgesehen von dieser Angst, hatte ich noch ein ganz anderes Problem: Ich war nämlich im falschen Hotel! Der Taxifahrer hatte mich allen ernstes im komplett falschen Hotel abgeladen! Zum Glück hatte ich den Namen und die Adresse vom richtigen Hotel dabei. Ein Mitarbeiter erklärte dann dem Fahrer – der erstaunlicherweise noch immer da war! – wo er mich hinbringen soll. Im richtigen Hotel klärten dann die Mitarbeiter mit dem Taxifahrer die Zahlungsmodalitäten.

Kauf der Sim-Karte

Eigentlich hätte ich mich gerne etwas in meinem Zimmer ausgeruht. Ein Mitarbeiter des Hotels bot aber an, mit mir eine Sim-Karte zu kaufen und mir etwas die Gegend zu zeigen. Der Kauf der Sim-Karte gestaltete sich schwieriger, hatte dann aber irgendwann doch geklappt. Der Preis für die Sim-Karte und das Datenvolumen war für mich plausibel. Zwar etwas teurer, aber bei meiner Reise davor nach Südafrika war das auch nicht so günstig gewesen. In der Eile hatte ich auch nicht mehr die Zeit gehabt online die Preise zu überprüfen. Erst Tage später stellte ich fest, dass ich den 10-fachen Preis gezahlt hatte. Ich war etwas schockiert, weil ich doch mit einem Mitarbeiter des Hotels unterwegs war und dachte, dass er mich unterstützen und nicht ausnehmen würde!

Teuerste Bananen meines Lebens

Nach dem Kauf der Sim-Karte ging es auf den Markt. Der Mitarbeiter erklärte mir viel und in seiner Anwesenheit fühlte ich mich sicher. Ich dachte, er würde für mich gute Preise aushandeln und hatte mich voll auf ihn verlassen. Ich kannte schließlich die Preise noch nicht und wieso sollte ein Mitarbeiter des Hotels mich über den Tisch ziehen?! Wie naiv kann man doch sein… Ich kaufte mir einige Bananen. Zurück auf meinem Zimmer dachte ich nochmal über den Preis nach und stellte fest, dass ich mir auf keinen Fall wieder Bananen kaufen kann. Die waren viel zu teuer! So einen Luxus kann ich mir leider nicht so häufig gönnen! Im Laufe meiner Reise sah ich an jeder Ecke Bananen und auf der Safari wurden sie auch ständig angeboten. Ich wunderte mich sehr, wo doch Bananen so teuer sind. Nee, denkste! Die sind eigentlich spottbillig, sonst hätten wir die bei der Safari doch nicht ständig gekriegt!

Lustige Reisegeschichten?!

Die Geschichte mit der Sim-Karte und den Bananen sind im Nachhinein lustig. Denn sind wir mal ehrlich: Jeder Mzungu wurde schon mal bei den Preisen über´s Ohr gehauen – mal hat er es gemerkt und mal eben nicht. Das gehört eben dazu. Dass ich im falschen Taxi und falschen Hotel gelandet bin, finde ich aber gar nicht lustig. Wenn ich jetzt, Jahre später, dran denke, dann wird mir schon etwas anders zu mute und ich frage mich, was alles hätte passieren können. Durch diese Erlebnisse am ersten Tag fiel es mir recht schwer mich am Anfang in Tansania einzugewöhnen und sicher zu fühlen. Ich hatte sogar schon Angst, dass ich der Reise nicht gewachsen war. Ein Dank an meine Freundin Konny, die zuvor eine ähnliche Reise gemacht und mir mittels einer Sprachnachricht Mut machte, so dass ich mich in das Abenteuer Afrika stürzen konnte!

Ist dir schon einmal etwas ähnliches passiert? Oder wie hättest du an meiner Stelle reagiert?
Gerne her mit Tipps für die nächsten Reisen!

Reisezeitraum: März 2018